Flexible Arbeitszeit bei ePunkt
Mit zwei flexiblen Arbeitszeitmodellen will der Internet Recruiter E-Punkt attraktiver werden. Welche Möglichkeiten die Mitarbeiter haben und wie auch das Unternehmen davon profitiert, erklärte Geschäftsführer Daniel Marwan.
Auszeitmodell für "Reisegeneration"
Standard: Seit diesem Jahr bieten Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur Vier-Tage-Woche bzw. zum 10-Monats-Jahr. Was war der Grund für die flexiblen Modelle?
Marwan: Wir sehen in diesen Modellen eine Möglichkeit zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Mitarbeiterbindung. Ein Unternehmen kann nur dann wachsen, wenn es auch gute Mitarbeiter findet und halten kann. Wir standen vor der Entscheidung, entweder wir akzeptieren, dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und wir neue einschulen müssen, oder wir bieten ihnen die Möglichkeit zu einer zweimonatigen Auszeit mit Bezahlung. Und sie kommen dann wieder mit neuer Energie und motiviert zurück.
Standard: Wie funktioniert die Koordination?
Marwan: Recruiting ist ein projektbezogenes Geschäft, das ist für das flexible Modell mit zweimonatiger Auszeit von Vorteil. Projekte können leichter übergeben werden. Die Herausforderung besteht darin, dass andere Mitarbeiter nicht überlastet werden. Außerdem muss die gewünschte Auszeit rechtzeitig bekannt gegeben werden. Das ist für die Koordination wesentlich. Kommunikationsbedarf besteht auch mit unseren Kunden, denn die sind meistens einen bestimmten Seniorberater gewöhnt. Die Vier-Tage-Woche ist organisatorisch hingegen überhaupt kein Problem.
Standard: Wie groß ist das Interesse an diesen Modellen?
Marwan: Seit 1. Jänner ist die Flexibilisierung vertraglich geregelt - das Festlegen der Jahressollstunden, das konstante, aber reduzierte Gehalt. Beim Vorstellen dieser Möglichkeiten zeigten sich viele Mitarbeiter erfreut. Die Vier-Tage-Woche hat aber bisher niemand in Anspruch genommen. Wir sind ein junges Team und für die 'Reisegeneration' ist das Auszeitmodell attraktiver. Zwei Mitarbeiter haben die Auszeit gewählt, weitere müssen dafür noch genauer planen.
Standard: Vier-Tage-Woche wäre auch ohne Stundenreduktion möglich?
Marwan: Im Sinne einer Work-Life-Balance wollen wir eine Arbeitsentlastung und keine Arbeitszeitverschiebung.
Gudrun Ostermann/ Der Standard
|